Unsere Gesellschaften sind Opfer ihres eigenen Erfolgs. Sie haben konsequent Probleme gegen ihre Lösungen ausgetauscht, bis alle einfach zu lösenden Probleme verschwunden waren und nur jene übrig geblieben sind, denen mit trivialen Heuristiken nicht zu begegnen ist. Dass es insgesamt weniger geworden sind, ist nicht zu sagen und genau das ist die Komik der Situation – diese Verzweiflung auf hohem Niveau.
Statt nun herumzujammern oder gar einen neuen “Führer” herbeizuwünschen, der den goldenen Hammer schwingt ( aussichtslos, liebe Jungs, auch Krieg und Genozide kommen als Strategie nicht mehr in Frage ), sollte man vielleicht die Betrachtung umkehren und das “permanente refaktorisieren” ganz einfach akzeptieren und Heuristiken dahingehend entwickeln, dass sie
mit einem unübersichtlichen Feld von Anforderungen und Lösungen, die sich zudem noch ständig verändern, zurecht kommen. Aber das sind wohl Themen für die Zeit nach der “neokonservativen Wende”, wobei ich gar nicht so pessimistisch bin, dass es ausgerechnet Merkel und Co. sein werden, die diese abwürgen, auch wenn sie anders reden. Schließlich hat auch Schröder den Sozialdemokratismus abgewürgt, obgleich er dessen gewählter Vertreter ist. Diese heroische Handlung wird sein größtes Verdienst bleiben. Den christlichen Konservatismus genauso wirksam zu erledigen ist nun die Aufgabe von Frau Merkel. Etwa kein Grund sie zu wählen?
Tuesday, 31. May 2005
Monday, 30. May 2005
templin
Monday, 23. May 2005
Monday, 16. May 2005
hifi
Hab ich damals Popmusik gehört, weil ich schlecht drauf war? Oder war ich schlecht drauf, weil ich damals Popmusik gehört habe?
