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the way the rain comes down hard               …that's how i feel inside

Wednesday, 31. August 2005

Glotz

Filed under: tagebuch — me @ 20:19

Das Buch ist durchweht von Todesahnung und voller Zynismus für die todesvergessene Glücksgier mancher Zeitgenossen, die in immer raffinierterer Selbsthilfe das zu verbessern suchen, was schon optimal ist: „Man muß sich klarmachen, daß man die Ansprüche nicht überspannen darf. Was sich die Leute alles erhoffen! Der Partner soll passend sein, sonst läßt man sich scheiden, das Wort ‚Glück’ fließt vielen von den Lippen wie unsereinem ‚Guten Morgen’, und viele glauben längst, es sei ein in Straßburg einklagbares Menschenrecht, Freitag nachmittag den Rasen mähen zu dürfen und am Wochenende mit den Kindern in die Berge zu fahren. Wem das gelingt, alle Achtung, ich bin dafür. Aber ist das Leben?”

F.A.S. 34/2005, 28.08.2005, S. 21 über Peter Glotz: Von Heimat zu Heimat. Econ Verlag, Berlin 2005

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