im tv läuft “andre rieu” mit elvis-vs.-heidi-medleys (“rock around the clock” ./. “deine welt sind die beeherge”). helga hat immer erzählt, dass sie das mit ihrer mama guckt.
zum glück gibts schnittchen, und 5 sorten alkohol.
KANTE!
und prost neujahr.
update, 22h15: nach motzen meinerseits wurde (ohne weiteres zutun) auf arte umgeschaltet. zum themenabend “spielsucht” läuft ein film mit dem deprimierenden face von william h. macy, auch bekannt als die “ewige nebenrolle”. meine proteste, doch bitte auf andre rieu zurückzuschalten, verhallen ungehört.
update, 23h56: zu tränen gerührt sein beim ansehn der online-version von “dinner for one – das orginal” (sic) – aber nicht wegen der rechtschreibung.

update: 0h16: nebel mit sichtweiten unter 30 metern. raketen verschwinden im grau. explosion ein vages leuchten. zum glück sind wir auf den batterientrend aufgesprungen. so sehen wir wenigstens unser privatfeuerwerk.
0h40: Und wenn die Wirklichkeit / dich überholt / hast du keine Freunde / nicht mal Alkohol / Du stehst in der Fremde / Deine Welt stürzt ein / Das ist das Ende / Du bist allein
Das Haus am Rande des Platzes, auf dem der Zirkus sein Zelt aufgeschlagen hatte, kam mir beim Ansehen des Films seltsam bekannt vor…



Anstelle der Brache befindet sich heute am südlichen Ende der Friedrichstraße eine Wiese mit sternförmig angeordneten Wegen, auf denen man nach dem Regen nasse Füße bekommt. Die Manege wurde betoniert. Das “Tommyhaus” steht noch immer an Ort und Stelle…
weihnachtsplätzchen & weißwein
Will Heidegger diese Frau nun mit dem Hinweis, sie möge zuallererst den gedanklichen Vorlauf zum Tode leisten, von ihrem Elend befreien? Es würde sie noch unglücklicher machen. Sie weiß ja, daß sie irgendwann sterben wird, muß aber die Strecke bis dahin recht und schlecht, da sie von Natur aus mangelhaft konstituiert ist, hinter sich bringen. Sie wird sich notfalls einer Lebenslüge öffnen, um auch nur augenblicksweise das Gefühl von persönlichem Glück zu erlangen.
Oder da ist jener Provinzadelige bei Leo Tolstoi, der während einer Ballnacht stundenlang rhetorisch brilliert und im Mittelpunkt des allgemeinen Interesses gestanden hat und der, nachdem er frühmorgens wieder zu Hause auf seinem Kanapee sitzt, nur mit Mühe davon abzuhalten ist, sich eine Kugel in den Kopf zu schießen. Er erleidet den gedanklichen Vorlauf zum Tode als panikartige Ernüchterung, und auch ihm könnte Heidegger den qualitativen Unterschied zwischen dem “eigentlichen” und dem “uneigentlichen” Sein-können nicht verständlich machen. Vielmehr erlebt hier jemand die Ununterschiedenheit beider Begriffe: Eben war er noch uneigentlich glücklich, jetzt ist er eigentlich sterbensbereit. Später kann es sich wieder ändern.
Hartmut Lange, Entwurf eines positiven Nihilismus – Anmerkungen zu Heideggers “Sein und Zeit”
… da war sie selbst, die unfähig war, von den unglücklichen Umständen, unter denen sie litt, loszulassen. Sie staunte über die Hartnäckigkeit, mit der sie sich einredete, daß sie ohne jenen, der es am allerwenigsten verdient hatte, nicht würde leben können, und sie wußte, daß auch dieser Liebeskummer, wie jeder Kummer, nur eine Frage der Zeit war.
Eine Frage der Zeit. In ein, zwei Jahren, vielleicht sogar eher, hätte ich die Sache hinter mir, dachte Sibylle.
Aber sie konnte von dieser Einsicht keinen Gebrauch machen. Die Zeit, das hatte sie erfahren, war etwas, das ihr nicht freundlich gesinnt war, und sie erinnerte sich, wie unangenehm es ihr gewesen war, als van der Velde versucht hatte, indem er das Konversationslexikon zur Hand nahm, sich Klarheit darüber zu verschaffen: »Zeit ist die nicht umkehrbare, unwiederholbare Aufeinanderfolge von Veränderungen und Ereignissen …« Diesen Satz hatte sie sich eingeprägt, und sie hatte es nicht geschafft, ihn in seiner Selbstverständlichkeit zu belassen.
Denn eines ist klar, dachte Sibylle, wenn alles, was das Leben ausmacht, immer nur vergeht…
Ja was dann?
Die Entdeckung des Selbst ist ohne Schmerzen nicht zu haben. Hier bricht jene Gewissheit zusammen, die wir aus der Simulation des Begrifflichen gewinnen, und nun wird das Subjekt plötzlich auf sich selbst verwiesen.
& how about the blue pill?
Nur wahre Freunde erdolchen dich von vorn.
— Oscar Wilde
Warum diese Leere nach der Freude?
Dieses Elend nach dem Glanz?
Dieses Nichts, wo einst die Stadt war?
Wer gibt uns die Antwort? Nur der Wind!
in dark dishonest times
the strangest things unwind
and undermine the undecided fate
and in the steep of luck
my god feels false and sold
to exercise what seems that cannot hold
Das schlechthin Flüchtige lässt sich gerade nicht auf den Begriff bringen. Unsere Existenz ist rätselhaft, eben weil sie schlechthin kontingent ist. Versuchte man, dieser Kontingenz etwas abzuziehen, so entstünde ein “Sinn”, der gleich wieder in sein Gegenteil, die Berechenbarkeit, umschlüge. Das existenzielle Zentrum lässt sich nicht denken, wohl aber: zugleich mit seiner ständig geschehenden Vernichtung, erfahren. Die Struktur dieser Erfahrung ist paradox, denn sie enthält mindestens zwei sich gegenseitig aufhebende Komponenten. Es ist rätselhaft genug, dass ein wirklicher existenzieller Sinn für uns nur in der Zone seiner radikalen Aufhebung erlebbar ist.
– Max Lorenzen über: Hartmut Lange, Leptis Magna, Zürich: Diogenes, 2003
1 l Weißwein
1 Bio-Orange
1 kleine Zimtstange
1 Stück Ingwer
6-8 Kardamomfrüchte (oder 1 TL gemahlenen Kardamom)
1/2 Vanilleschote
3 EL Honig
2 EL Rohrzucker
+ Cognac nach Belieben :)
glue your eyelids together
the further we go
and older we grow
the more we know
the less we show
the very first time I saw your face
i thought of a song
and quickly changed the tune
the very first time I touched your skin
i thought of a story
and rushed to reach the end
too soon
das ist ja wohl das letzte!
