Here it is again it’s so so mad
Turning young and happy into old and sad
Here it is again just passed by chance
All the way to the lawyer from a sloppy dance
It was another holiday argument
But she threw him into the sea
A glass bottomed boat pulled him up
His face was rotting in weed
It was rotting in weed, I’ve seen those people bleed
If it never happens well it happened to me
Do you know who you love
Does anybody here have a clue
Just who they’re with
And it was glance by glance
And it was blow by blow
Did they know
Just who they loved
Here it is again in the same disguise
Clean shoes, smart tie and deep blue eyes
Here it is again and it makes you sick
Watch the blind man walk along without a stick
Heads he was a beautiful lover
Tails he was definitely bad
Heads you’re like no other
Tails just the best he’d had
You’re the best he’s had
You’re the best so far
All the way to the church from the back of a car
Do you know who you love
Does anybody here have a clue
Just who they’re with
And it was glance by glance
And it was blow by blow
Did they know
Just who they loved
In der französischen Wikipedia gibt es diese wunderbare Luftaufnahme von Berneray…

License: cc-by-sa-2.0, thx to Doc Searls

Keine Kröte kann
kleine Jungs aufblasen
um Jahre später dann
davon zu erzähln
in ihrer Kellerbar
mit Fellen an den Wänden
wie glasig dein Blick war
als sie endlich von dir abließ
Ist das kein Trost für dich
vielleicht kein Trost an sich
aber im Stich, im Stich
vielleicht ein Trost
Du hast Macht und Zeit
dir etwas zu schmieden
aus Vergangenheit
du könntest Lehren ziehn
wie dicke Schweißnähte
daß dir keiner mehr was täte
in seiner scheppernden zweiten Haut
geht der gelassene Sozionaut
Ist das kein Trost für dich
vielleicht kein Trost an sich
aber im Stich, im Stich
vielleicht ein Trost
Und die metakognitive Ratte ebenfalls…

So this is permanence, love’s shattered pride
What once was innocence turned on its side
A cloud hangs over me, marks every move
Deep in the memory of what once was love
Oh, how I’d realize, how I wanted time
Put into perspective, tried so hard to find
Just for one moment, thought I found my way
Destiny unfolded, I watched it slip away
Excessive flash points beyond all reach
Solitary demands for all I’d like to keep
Let’s take a ride out, see what we can find
Valueless collection of hopes and past desires
I never realized the lengths I’d have to go
All the darkest corners of a sense I didn’t know
Just for one moment, I heard somebody call
Looked beyond the day in hand, there’s nothing there at all
Now that I’ve realized how it’s all gone wrong
Got to find some therapy, this treatment takes too long
Deep in the heart of where sympathy held sway
Got to find my destiny, before it gets too late
Am Ende wird jeder, dessen Opa besoffen von einem Wachturm gefallen ist, behaupten können, auch er habe einen Angehörigen im KZ verloren.
Solche Zeilen kann nur er… “SPON-Jode” H.M.B. in Höchstform…
Wer in dieser individualisierten Schlacht durch rigide Chancennutzung nicht mithält, hat rundum und ein für allemal verloren. Denn fortan gilt er als “gerecht” gescheitert, weil er im fairen Chancenwettbewerb versagt hat, die Leistung nicht zu erbringen vermochte, also selbst für sein negatives Schicksal verantwortlich ist, genauer: gemacht wird.
Die moderne Chancengesellschaft, die den Kontext altchristlicher Barmherzigkeit oder altsozialdemokratischer Solidarität verlässt, wird eine ziemlich kalte und rohe Angelegenheit. Sie wird massenhaft Scham erzeugen, zum Verlust der Selbstachtung beitragen.
– Franz Walter zum Hauen und Stechen in der Chancengesellschaft
Über dem Trottoir von Charkow pendelten die Gehängten langsam hin und her. Darunter waren, wie ich wusste, Juden, Russen, Zigeuner. Beim Anblick dieser trüb und verschnürt herabhängenden Toten musste ich an träumende Schmetterlingspuppen denken, die geduldig auf ihre Metamorphose warteten. Aber stets blieb da etwas, was sich mir entzog. Schließlich begann ich zu ahnen, dass ich – egal, wie viele Tote oder wie viele Menschen im Augenblick ihres Todes ich auch sehen mochte – niemals den Tod an sich, diesen besonderen Augenblick erfassen würde. Es ist immer nur eines von beidem: Entweder ist man tot, dann gibt es bei bestem Willen nichts mehr zu verstehen, oder man ist es noch nicht, und dann bleibt er, selbst wenn man den Gewehrlauf im Genick oder die Schlinge um den Hals spürt, unbegreiflich, eine reine Abstraktion, diese absurde Idee, dass ich, das einzige lebende Geschöpf auf dieser Welt, verschwinden könnte. Sterbend sind wir vielleicht schon tot, aber wir sterben nie, dieser Augenblick tritt nie ein, oder vielmehr hört er nie auf einzutreten, da, jetzt tritt er ein, er tritt immer noch ein, und dann ist er schon vorbei, ohne je eingetreten zu sein. So räsonierte ich damals in Charkow vor mich hin, sicherlich mehr schlecht als recht, aber es ging mir auch nicht sehr gut.
– Jonathan Littell, Die Wohlgesinnten
Statt Relativismus wollen wir auch keinen Absolutismus des Schwarz-Weiß-Denkens heraufbeschwören. Wo liegt der Ausweg?
Wenn Gott verschwindet, stehen wir vor einem Dilemma. Die Werte müssen sich auf etwas beziehen, sie müssen irgendwo herkommen. In einer Welt ohne Gott ist es schwierig, ein ethisches und moralisches System einzurichten. Die Ideologien haben versucht, ein Ersatz zu sein, aber auch sie scheiterten, und jetzt haben wir gar nichts mehr. Und weder iPod noch Handel und Werbung schaffen ein Wertesystem. Die Werte, denen wir mit unserem übertriebenen Konsumverhalten folgen, bedeuten gar nichts. Unsere Gesellschaft gleitet auf dem bisschen Erinnerung daher, einmal zu den Guten gehört zu haben. Sie lebt von den Resten.
Soll das heißen, dass niemand mehr eine solide Moral hat, auch Sie nicht?
Ich sage nicht, dass ich sie nicht habe; ich glaube, der Gesellschaft fehlt sie.
In den Vereinigten Staaten gibt es heutzutage mehr Fernsehprediger denn je. Wie kommt das?
Während die Vereinigten Staaten auf die Religion zurückgreifen, kehrt Europa zum Nationalismus zurück, zur Identitätspolitik. Katalonien ist ein gutes Beispiel, die Basken, die Belgier. Sogar die Franzosen, mit ihrem Ministerium für Immigration und nationale Identität, das die neue Regierung geschaffen hat. Dass Identitätswerte zu Spannungen führen, finde ich sehr negativ. Und die Versuche, positive Ideologien zu schaffen, basieren auf der Ökologie, der Antiglobalisierung. Das ist infantil, unreif.
Mario Vargas Llosa hat gesagt, dass Ihr Buch beeindruckend ist, aber keinen Funken Hoffnung zulässt.
Das stimmt. Ich glaube nicht an die Hoffnung. Ich habe keinerlei Hoffnung. Wenn wir uns die Welt angucken, ist alles ein Horror. Es ist sehr schwierig, ein anständiger Mensch zu sein. Im Westen denken wir, wir hätten ein Gleichgewicht gefunden, aber für den Rest der Menschheit ist das Leben ein Albtraum.
– Jonathan Littell im Interview der FAZ
Ich fürchte weniger die Sittenstrenge oder den Wahn der einen
als die Wendigkeit der anderen.
– Louis Antoine Léon de Saint-Just
»Die Katastrophe war bereits eingetreten, und sie bemerkten es nicht, denn die Katastrophe ist der Gedanke an die bevorstehende Katastrophe, der alles Gute noch vor Eintritt des Unheils verdirbt.«
doch… wie… konnte diese bluttat geschehen?!?!