e.dead.motion

the way the rain comes down hard               …that's how i feel inside

Tuesday, 30. December 2008

Filed under: buchstaben, gedachtes — me @ 23:13

Am Land kommen die Götter noch zu den Menschen, [...] man ist jemand und erlebt etwas, aber in der Stadt, wo es tausendmal so viel Erlebnisse gibt, ist man nicht mehr imstande, sie in Beziehung zu sich zu bringen: und so beginnt ja wohl das berüchtigte Abstraktwerden des Lebens.

Robert Musil

Sunday, 28. December 2008

umkehrschluss

Filed under: tagebuch — me @ 19:19

»Mit wem mans an Silvester treibt, der bleibt.«

zu spät, ihr scheißer, zu spät

Filed under: buchstaben, gedachtes — me @ 16:13

Maria und John beschlossen, ein ganzes Jahr nicht miteinander zu sprechen, und auf diese Art brachten sie die Hülle ihrer Hoffnungslosigkeit zum Platzen. Die menschliche Sprache ist das unvollkommenste aller Instrumente der Seele, sie ist eine Hure, ein Wucherer und ein Jahrmarktsgaukler, und wenn John schweigend seine Frau von hinten betrachtete, hatte sie bereits nach wenigen Monaten gelernt, diesen Blick zu spüren.

Wednesday, 24. December 2008

X * s

Filed under: tagebuch — me @ 17:42

»Das einzige, worauf es ankommt, ist, dass wir darum ringen, dass Licht in uns sei. Das Ringen fühlt einer dem andern an, und wo Licht in den Menschen ist, scheint es aus ihnen heraus. Dann kennen wir uns, im Dunkel nebeneinander hergehend, ohne dass einer das Gesicht des andern abzutasten und in sein Herz hineinzulangen braucht.«

Albert Schweitzer

Monday, 15. December 2008

Klappe!

Filed under: gedachtes — me @ 23:45

Die Krankheit hat Sie verändert?

Für mich hat Krebs ein zweites Gesicht. Viele Leute, die krank werden, haben sich in ihrem Lebenshaushalt etwas geleistet, was ihnen nicht gutgetan hat.

Sie reden jetzt über die Ursachen der Krankheit?

Ja. Krebs ist gerade überall mehr im Kommen, weil die Verstellung zunimmt. Das größte immunologische Problem ist der Kopf, die durchimmunisierte Gesellschaft, wie es Sloterdijk genannt hat. Diese Köpfe, die sich mit allem schon zurechtgefunden haben. Tief drin ist da eine Störung, der Mensch weiß, dass er das nicht alles aushält. Jeder muss für sich rausfinden, wo seine Moral ist, wo er sagt, das und das mache ich nicht mit.

Ich habe gelitten unter dem, was ich mir selber eingebrockt habe. Warum musste ich so oft auf einen Zug aufspringen, mit dem ich gar nichts zu tun hatte, warum meinte man immer, ja, den Schlingensief fragen wir mal. Warum muss ich zu allem was sagen, ich habe so viele Anfragen erhalten, halt doch die Klappe, Alter.

Christoph Schlingensief im Interview der taz

Thursday, 11. December 2008

chatperlen X

Filed under: tagebuch — me @ 23:04

bunt.denke.ich: Fertig mit putzen?
=blacKnight=: mit allem, der welt usw.
bunt.denke.ich: Fertig mit der Welt, ich glaub das sagte zuletzt son Typ namens Gott

Sunday, 7. December 2008

Dernière Volonté – Si…

Filed under: klang — me @ 17:03

Si le ciel ne nous aide d’une croix, ton image s’éteindra
Si ma pitié est ma vertu quand je te parle, il faudra que tu t’en ailles
Si mon sommeil rejoint l’image de ton regard, je saurais où tu te caches
Si mes mains tremblent quand tu tournes ton visage,
J’en oublierai mon courage

Si les orages de ma douleur ne s’apaisent, il faudra que tu me blesses
Si ton reflet n’a disparu dans le miroir, il faudra que je le casse
Si la douleur du départ coupe ma voie, je te suivrai dans ton voyage
Si le soleil n’apparaît pas dans le brouilard, la nuit nous emportera
Toi et moi…

Et le silence tombera comme le voile d’une pluie d’hiver
Et l’on se raccrochera aux êtres qui nous sont chers…

Saturday, 6. December 2008

neulich im vz

Filed under: tagebuch — me @ 00:39

»Die erste Generation verdient das Geld, die zweite verwaltet das Vermögen, die dritte studiert Kunstgeschichte und die vierte verkommt vollends…«
— Otto von Bismarck

Friday, 5. December 2008

y2k

Filed under: tagebuch — me @ 15:10

Klausi trennt sich von Bipsi
Bapsi von Hans
Berta trennt sich von Pelle
Berti tritt an die Stelle

aber mögen tun sie sich weiter
vielleicht etwas weniger heiter
Pelle muß nochmal raus auf die Wiese
und sieht dort dann Luise

die trennt sich grade von Heiner
der findet das erheblich gemeiner
als seine Trennung von Iris
die schon ne Zeit lang her is

und Oticha
und Herwig
man trennt sich einverständlich
Oticha
ein wenig einverständlicha

Hauptsache wir sitzen am Ende alle im selben Heim
denn ohne all die anderen Getrennten möchten wir nicht alleine sein

Hauptsache wir sitzen am Ende alle im selben Heim
denn ohne all die anderen Getrennten möchten wir nicht alleine sein

Rainer definiert die Bestände
und er kann sich nicht entscheiden
Jürgen trennt sich darum von Rainer
und Rainer ist auf einmal alleiner
- als vorher

Andrea und Mark trenn’ sich schon seit Jahren
jetzt werden sie langsam müde
Werner und Ulla sind da schneller
Werner liebt parallel Hella

Von irgendwem trennt sich Leander
das bringt ihn ganz durcheinander
aber irgendwie der Leander!
Sieh da auch wieder bleibt er

Nur Silke und Sören
ham nix zum entstören
sie werden sich trennen
bevor sie sich kennen

Hauptsache wir sitzen am Ende alle im selben Heim
denn ohne all die anderen Getrennten möchten wir nicht alleine sein
Hauptsache wir sitzen am Ende alle im selben Heim
denn ohne all die anderen Getrennten möchten wir nicht alleine sein

Petra heißt jetzt Hedwig
sonst ändert sich wenig
Norbert sieht aus wie Alfred
und Günther heißt Stephan

Rita trennt sich wieder mal von Torsten
Torsten sträubt seine Borsten
demnächst sind sie dann wieder zusammen
zusammen in Flammen

Michi trennt sich von Gitte
den er sucht seine Mitte
er sucht und sucht und was er findet ist am Ende eine Titte

Mirjam hat niemanden
den sie verlassen kann
also trennt sie sich von sich
warum auch nicht

Hauptsache wir sitzen am Ende alle im selben Heim
denn ohne all die anderen Getrennten möchten wir nicht alleine sein
Hauptsache wir sitzen am Ende alle im selben Heim
denn ohne all die anderen Getrennten möchten wir nicht alleine sein

ohne all die anderen Getrennten möchten wir nicht sein
Hauptsache wir sitzen am Ende alle im selben Heim ein

Hauptsache
Hauptsache

Hauptsache

Hauptsache
Hauptsache
Hauptsache

Powered by WordPress