e.dead.motion

the way the rain comes down hard               …that's how i feel inside

Monday, 12. July 2010

100 °F

Filed under: gedachtes, klang — me @ 22:16

In den Bergen hängt Gewitter
und die Hitze dauert an
in den Wolken spielen die Blitze
die Hunde bellen, der Garten blüht

Die Fragen sind gestellt
das was man sagen kann gesagt
alles ist gut, der Zweifel bleibt
der Schmerz, die Trauer und der Zorn

Doch für uns ist nichts verloren
solang die Zeit noch in uns wohnt
solang der Schmerz im Wandel bleibt
auch wenn die Zeit ihn nicht mehr heilt

Unsere Worte sind verhallt
und unsere Gesten am Zerfallen
unsere Orte werden still
und unsere Wünsche werden alt

Doch für uns ist nichts verloren
solang der Schmerz noch in uns wohnt
und unser Zorn im Wandel bleibt
auch wenn die Zeit ihn nicht mehr heilt

Der Wind streicht durch die Halme
und die Palmen klappern still
Blüten öffnen sich bei Nacht
und die Grillen sind noch wach

In den Büschen leuchten Käfer
in den Sternen wird es später
und die Füchse traun sich raus
wittern den Müll hinter dem Haus

Friday, 18. June 2010

zombi

Filed under: gedachtes, sichtbares, tagebuch — me @ 20:56

Thursday, 17. June 2010

Filed under: gedachtes, sichtbares, tagebuch — me @ 00:39

Wednesday, 9. June 2010

brauchen wir nicht alle ein bißchen gauck?

Filed under: gedachtes, politisches, tagebuch — me @ 22:26

Nichts ginge über diese Zeit, sagte Joachim Gauck einmal in einem Interview. Wenn er sich daran erinnere, dann nicht an die Menschenmenge, die ständig wuchs, sondern an „das langsame Kippen der Angst in den Mut“ …

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Sunday, 6. June 2010

wir haben angst (aber leider keine zeit dafür)

Filed under: gedachtes — Tags: — me @ 01:46

die nächte haben zu viel licht /
schlafen kannst du längst nicht mehr /
in träumen fehlt ein gesicht /
war mal da, ist lange her

Friday, 7. May 2010

Filed under: gedachtes, tagebuch — me @ 20:04

I used to live
Relatively
Close to the sea
And I understand
That unknown plans
Undermine all we see

Friday, 26. March 2010

y a du vent sur la plage

Filed under: gedachtes, klang, tagebuch — me @ 10:16

c’est toujours ainsi que la rose est ternie
mon souvenir s’fait le tri, mettant autant de bleu que de gris

aujourd’hui, parce qu’il fait beau,
j’ pense à toi et ton bateau
aujourd’hui, parce qu’il pleut plus,
je regrette ton absence, dépourvue

mon souvenir s’fait le tri, mettant autant de bleu que de gris

Thursday, 4. March 2010

Buggert III

Filed under: buchstaben, gedachtes — me @ 08:46

Wahrscheinlich ist das schon alles, was man rauskriegen kann. Die einen haben eine Waffe, die anderen nicht. Die ohne Waffe könnten sich auch eine beschaffen. Aber dann gehören sie zu denen, die eine Waffe haben. Und das wollen sie nicht. Bestimmt ist das ein Fehler. Aber wenn niemand den Fehler macht, dann gibt es keine Hoffnung in der Welt.

Saturday, 20. February 2010

Filed under: gedachtes, klang — me @ 00:29

A squirrel walked into the mower.
Alright, I put him in there if truth be told.
But I was
young and gay in a terrible time.
To my mind, still,
my most heinous crime
is that

I Have Forgotten How to Love You
and reason for going on is gone, gone.
Pilate resigns with a sign of the cross.
You can’t fly an airplane on chocolate sauce.

There was a bear
a holy terror in your room.
When I shot him I discovered
he was my brother
in a bear costume.

So much for me as the Iron Man
a warrior soul made of marzipan

The memories of those better years
are shining brightly through my tears.
I Have Forgotten How to Love You.
I can’t remember how.
Dismember, disembowel
me now.

Saturday, 6. February 2010

in einem anderen leben

Filed under: gedachtes, tagebuch — me @ 01:20

Meine Augen öffnen sich und ich erblicke die trostlose, weißgelbe Decke meines Hotelzimmers, in dem die Heizung offensichtlich auf “Rettet unsere Männer in Stalingrad!” gestellt ist.

when did wonderland end?

Friday, 5. February 2010

ohne rat

Filed under: buchstaben, gedachtes — me @ 22:13

 

Verhältnisskala

Alles kannst du
weißt du
sagst du
brach dich
zog dich
in die Nacht, und ich
ich weiß nichts
sagst du
nicht
weiß ich
nichts von dir
ich weiß ich weiß
nichts und gar nichts
heiß ich dich
außer dem
was du mir weist
ist das
WAS
ich dich zu heißen weiß
und das ist
mehr als du von dir behaupten kannst.

 
 
 

http://kontext.npage.de/lyra_53179220.html

Tuesday, 19. January 2010

die ratlosigkeit des digitalen

Filed under: gedachtes, technik, theorie — me @ 12:24

Die Verbindung von Schwarmgeist und Werbung hat zu einem neuen Gesellschaftsvertrag geführt. Die Grundidee dieses Gesellschaftsvertrags besteht darin, dass Autoren, Journalisten, Musiker und Künstler ermutigt werden, die Früchte ihres Intellekts und ihrer Phantasie als Fragmente zu verstehen, die sie ohne Bezahlung dem Schwarmgeist überlassen. Die Gegenseitigkeit nimmt die Form der Selbstvermarktung an. Die Kultur soll sich in Werbung und nichts anderes verwandeln.

[...]

In den Anfangstagen der sogenannten offenen Kultur bediente ich mich einer Argumentation, die inzwischen zum Klischee verkommen ist: All die Dinosaurier der alten Ordnung sind rechtzeitig vor der kommenden digitalen Revolution gewarnt worden. Wenn sie sich nicht anpassen können, dann aufgrund ihrer eigenen Dickköpfigkeit, Unbeweglichkeit oder Dummheit. Sie sind selbst Schuld an ihrem Schicksal.

So sprachen wir über unsere ersten Opfer wie Plattenfirmen und Zeitungen. Nur war keiner von uns in der Lage, den Dinosauriern irgendeinen konstruktiven Rat zu geben, der ihnen beim Überleben helfen konnte.

Jaron Lanier (“Der mit der optimistischen Einstellung, das bin ich”) bei FAZ.net

Thursday, 14. January 2010

fy

Filed under: gedachtes, rant, sichtbares — me @ 23:10

fy

Thursday, 24. December 2009

Traurige Tropen

Filed under: buchstaben, gedachtes, tagebuch — me @ 13:22

Was einmal gedacht wurde, kann nicht mehr zurückgenommen werden.

Friedrich Dürrenmatt: Die Physiker, 1962

Monday, 21. December 2009

Soziologie I

Filed under: gedachtes — me @ 07:51

Norbert Elias: Homo Clausus

Sunday, 20. December 2009

Netzhaut

Filed under: gedachtes, politisches, technik, theorie — me @ 08:57

Frank Schirrmacher weist im heutigen Feuilleton der F.A.S. auf eine aktuelle Entwicklung hin, welche jedermann, der gelegentlich Bilder von sich selbst oder anderen ins Netz stellt, zum Nachdenken anregen sollte:

Google-Handys können, wie man überall las, über Scannerfunktionen vom Eiffelturm bis zur Apfelsine Objekte erkennen und über das Netz alle Informationen für denjenigen abrufen, der sein Handy auf einen Gegenstand hält. Das geht allerdings, was man sehr viel seltener las, auch mit menschlichen Gesichtern. Sofern man ein Foto von sich irgendwo im Netz gespeichert hat, kann die Kamera erkennen, wer das ist, der da gerade im “Café Einstein” sein Frühstück bestellt. Für den Fall, dass die Informationen zu unübersichtlich sind, steht auch bereits ein entsprechender Algorithmus bereit.

Im Lichte dieser absehbar gewesenen, nun konkret gewordenen Möglichkeiten stellt sich spätestens jetzt, nicht mehr irgendwann in Zukunft die Frage: Welche seiner Bilder möchte man noch unrestringiert, für jedermann wie jedermanns Suchmaschine les-, speicher- und auswertbar – und vor allem: in welchem Kontext – unrückholbar in die Datenwelt entlassen? Was geschieht mit den allein tausenden von Urlaubs- und Freizeitaufnahmen, die auch auf dieser Website abrufbar sind – und minütlich von Suchmaschinen geladen, erfasst und analysiert werden?

Wednesday, 4. November 2009

Augen auf beim Autokauf (heute mal im Ernst)

Filed under: gedachtes, politisches — me @ 10:25

Bezeichnen Sie Männer [...] als das schwache Geschlecht?

Männern fehlt ein zweites X-Chromosom. Das kann man mit einem Auto ohne Ersatzrad vergleichen. [...]

Sind Männer denn per se aggressiver und gewalttätiger?

Nein. Sie suchen nur mit mehr Vehemenz nach Halt und Bedeutung in dieser Welt. Dafür werden sie von der Gesellschaft benutzt: Männer haben die kulturelle Funktion, neue Räume zu erschließen und an Grenzen zu gehen. Auf die höchsten Berge zu steigen, in die tiefsten Seen zu tauchen, Amerika zu entdecken, auf den Mond zu fliegen: Das ist alles männlich. Aber nicht, weil die Gene das bestimmen würden. Sondern weil die Suche der kleinen Jungs nach Halt in kulturell geprägte Bahnen gelenkt wird. [...]

Was also müssen Männer Ihrer Meinung nach tun?

Es ist nicht mein Anliegen, Menschen mit erhobenem Zeigefinger zu erzählen, wie sie ihr Leben zu gestalten haben. Ich stelle meine Erkenntnisse als Hirnforscher und Biologe zur Verfügung. Aber daraus ergibt sich eine banale Schlussfolgerung: Man kann sich das Hirn im Laufe der eigenen Entwicklung ruinieren und das seiner Kinder obendrein. [...] Man kann aber auch versuchen, Bedingungen zu schaffen, damit angelegte Potentiale tatsächlich zur Entfaltung kommen. Dass ein Ausmaß an Vernetzung im Hirn hergestellt wird, mit dem man ein reicheres, offeneres, begeisterteres und gestaltungsfreudigeres Leben führen kann.

Was braucht ein kleiner Junge?

Das Wichtigste wären ein richtig guter Vater und noch ein paar andere Männer im Verwandten- und Freundeskreis, die selbst gern Männer sind, die mit diesem Jungen was unternehmen und ihn so mögen, wie er ist. Liebe heißt ja nicht, dass man den ganzen Tag schmust. Man muss den Kindern eine Chance geben, ihre Potentiale zu entfalten.

Supermans Irrweg: Der Hirnforscher Gerald Hüther im Interview der F.A.S.

Tuesday, 13. October 2009

bigmouth strikes again

Filed under: buchstaben, gedachtes, klang — me @ 09:34

Sweetness, sweetness I was only joking
when I said I’d like to smash every tooth
in your head

Sweetness, sweetness, I was only joking
when i said by rights you should be
bludgeoned in your bed

And now I know how Joan of Arc felt
now I know how Joan of Arc felt
as the flames rose to her roman nose
and her walkman started to melt

Bigmouth, … bigmouth, …
bigmouth strikes again
and I’ve got no right to take my place
with the human race

Bigmouth, … bigmouth, …
bigmouth strikes again
and I’ve got no right to take my place
with the Human race

And now I know how Joan of Arc felt
now I know how Joan of Arc felt
as the flames rose to her roman nose
and her hearing aid started to melt

Bigmouth, … bigmouth, …
bigmouth strikes again
and I’ve got no right to take my place
with the human race

Friday, 11. September 2009

Ruf zur Wahl

Filed under: gedachtes, politisches — me @ 14:57

»Das Land hat sich verändert und ich mich auch. Ich bin mittlerweile, so ganz aus Versehen und vorerst in Ermangelung anderer Positionsbeschreibungen, links. Zunächst ist es ein ästhetischer Abwehrreflex.«

Matthias Matussek in Spiegel Online: Wie ich aus Versehen ein Linker wurde.

Thursday, 16. July 2009

feddich, oder: fragen des lesenden nichtmehrarbeiters

Filed under: gedachtes, politisches, rant — me @ 21:53

Warum stellen wir nicht mehr die Warum-Fragen?

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